Mietrecht was darf in die Nebenkostenabrechnung

Diese Nebenkosten dürfen von einem Vermieter abgerechnet werden

Nicht selten stellen sich Mieter nach dem Erhalt der Nebenkostenabrechnung die Frage, „Mietrecht: Was darf in die Nebenkostenabrechnung?“. Grundsätzlich muss man hier unterscheiden, so gibt es Kosten die von einem Vermieter abgerechnet werden dürfen und auch Kosten bei denen man es nicht darf. Was letztlich von den erlaubten Kosten abgerechnet werden darf, ist Gegenstand im Mietvertrag.

Im Mietvertrag in München müssen genau die einzelnen Nebenkosten aufgezählt werden. Was nicht aufgezählt ist, trotz das eine Abrechnung zulässig wäre, darf nicht im Rahmen der Nebenkostenabrechnung erhoben werden. Eine Erhebung wäre erst durch eine einvernehmliche Vertragsveränderung mit Hilfe des Mieterverein München zulässig.

Im Mietvertrag wird auch festgelegt, ob man seine Nebenkosten im Rahmen einer festen Pauschale oder als monatliche Vorauszahlung bezahlt. Im letzteren Fall der Zahlung durch Vorauszahlung, muss jährlich eine Abrechnung durch den Anwalt erfolgen.

Zulässige Kosten bei der Nebenkostenabrechnung

In der Nebenkostenabrechnung dürfen öffentliche Lasten, wie zum Beispiel die Grundsteuer auf die Mieter umgelegt werden. Aber Achtung, eine Umlage der Einkommenssteuer und Rechtsanwaltskosten auf Mieteinnahmen, Erbschafts- oder Grunderwerbssteuer dürfen nicht abgerechnet werden. Weiter darf über die Abrechnung die Kosten für die Wasserversorgung umgelegt werden.

Dazu zählen nicht nur die reinen Wasserkosten, sondern auch die Kosten wie Grundgebühren und Wartungskosen. Gleiches gilt auch für den Betrieb der Abwasseranlage und Warmwasser in München.

Heizkosten in München – was gilt hier?

Auch die Heizung, hier die Kosten für den Brennstoff und die Wartung dürfen umgelegt werden. Und das unabhängig davon, welche Heizungsart man hat. Weitere typische und zulässige Nebenkosten sind für die Straßenreinigung und Müllabfuhr. Im Zusammenhang mit der Müllabfuhr in München muss man aber aufpassen, Kosten für Gartenabfälle dürfen zum Beispiel nicht umgelegt werden.

Kosten für die Gebäudereinigung, für einen Hausmeister und auch für die Schädlingsbekämpfung sind umlagefähig. Bei den Kosten für die Schädlingsbekämpfung muss man aber aufpassen, hier ist eine Umlegung nur bei einer dauerhafte Schädlingsbekämpfung zulässig. Die Berücksichtigung bei einmaligen Einsätzen ist nicht zulässig.

Kosten für Hausmeisterei und Reinigung

Bei den Kosten für den Hausmeister, so müssen hier die Kosten von Personal und Kosten für Materialien getrennt aufgeführt werden. Weitere Nebenkosten die anfallen können, sind für die Beleuchtung von Treppenhaus, für den Außenbereich und Gemeinschaftsräume, für den Schornsteinfeger, für Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöscher und Rauchmelder, aber auch für die Gebäudeversicherung. Ist eine Antenne oder ein Kabelanschluss vorhanden, so sind die Gebühren und Wartungskosten umlagefähig.

Einmalige Gebühren, zum Beispiel für den Anschluss dürfen hingegen nicht berechnet werden. Nicht umlegen darf ein Vermieter auch die Kosten für eine Rechtsschutz- oder Hausratversicherung, das ist unzulässig. Diese Kosten gehören zur Hausverwaltung. Es wäre ja noch schöner, wenn der Mieter den Anwalt für Mietrecht in München bezahlen würde, obwohl dieser einen Rechtsstreit gegen den Mieter betreut. Diese Kosten muss der Vermieter also selbst tragen und kann diese nicht abwälzen.

Verwaltungskosten dürfen nicht abgerechnet werden

Kosten die einem Vermieter im Zusammenhang mit der Hausverwaltung entstehen, zum Beispiel Beiträge für Eigentümervereine, Gebühren für Mieterkonten oder Büromaterialien dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Diese Kosten müssen alleine vom Vermieter getragen werden.

Aufgrund den unterschiedlichen Zulässigkeiten bei den Nebenkosten, sollte man seine Abrechnung immer prüfen. Gegen unerlaubt abgerechnete Kosten, sollte man Widerspruch einlegen. Bei der Prüfung von Nebenkostenabrechnungen, unterstützten auch die Mietervereine.