So werden Sie Betreuer für alte Menschen

Betreuer und Rechtspfleger nach deutschem Recht

Man unterscheidet bei der Betreuung alter Menschen zwischen der körperlichen und der rechtlichen Betreuung. Die körperliche Betreuung kann jeder Altenpfleger durchführen. Die rechtliche Betreuung muss hingegen durch einen gerichtlich bestellten Rechtsbetreuuer durchgeführt werden. Dieser Artikel beleuchtet die rechtlichen Voraussetzungen, um nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ein Betreuer zu werden.

Der Bedarf an jungen Menschen, die bereit sind alte Menschen zu betreuen ist groß. Doch wie werde ich Betreuer für alte Menschen?

Alles, was Sie rund um das Thema wissen müssen können Sie hier nachlesen.

Die Ausbildung zum rechtlichen Betreuer

Der erste Schritt auf wem Weg „wie werde ich Betreuer für alte Menschen“ ist ganz klar der Weg über eine Rechtspflegerschule.
Je nach Abschluss haben Sie hier zwei Möglichkeiten. Entweder eine Schulausbildung, die Sie zur Rechtspflegehelferin ausbildet. Diese können Sie bereits mit einem Hauptschulabschluss absolvieren.

Die Ausbildung zum Rechtspflegehelfer ist eine reine schulische und juristische Ausbildung, die im Normalfall ein bis zwei Jahre dauert. Danach finden Sie Anstellungen in Alten – und Pflegewohnheimen, in Privathaushalten, in bestimmten Abteilungen in Krankenhäusern oder auch in den verschiedenen Gerichten der Bundesrepublik.

Der andere Weg über das Justizausbildungszentrum ist der Weg zum examinierten Rechtspfleger. Die Ausbildung erfolgt meist drei Jahre an der Schule und enthält Pflichtpraktika. Die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger erfolgt meist dual, das heißt Sie arbeiten nebenbei schon in einem der oben genannten Bereiche.

Auch hier gibt es mehrere Wege:

Examinierte Rechtspfleger haben neben den Aufgaben des Altenpflegehelfers beispielsweise noch die medizinische Versorgung der alten Menschen zu gewährleisten. Das heißt, Wunden versorgen, Tabletten verabreichen und weitere Dinge liegen bei den Fachkräften.

Nach dieser Ausbildung finden Sie vor allem Beschäftigung in Alten – und Pflegewohnheimen, in Hospizen und Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und in der ambulanten Altenpflege und Altenbereuungsdiensten.

Rechtliche Erfahrung ist sehr wichtig!

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Frage wie werde ich Betreuer für alte Menschen, ist die Erfahrung.

Sie müssen nicht unbedingt eine Ausbildung absolviert haben, um ein rechtlicher Betreuer für alte Menschen zu werden, auch wenn es den Weg sicher etwas vereinfacht. Es gibt in vielen Alten – und Pflegewohnheimen oder ambulanten Betreuungsdiensten beispielsweise auch ungelernte Kräfte, die als Aushilfe tätig sind, oder waren bevor Sie voll in den Beruf eingestiegen sind. Hier gilt es Erfahrung zu sammeln.

Oftmals hilft es da schon, wenn Sie jemanden aus der Familie betreut und gepflegt haben und sich mit dem Thema schon etwas auskennen.
Vor allem Sie als reine Betreuung für alte Menschen arbeiten wollen, das heißt leichte Hilfe bei der Alltagsbewältigung von Verträgen und den Fragen des Erbrechts und vor allem Beschäftigung, stehen die Chancen nicht schlecht auch ohne Ausbildung etwas zu finden.

Wie werde ich Betreuer für alte Menschen – persönliche Voraussetzungen

Was Sie unbedingt für diesen Job mitbringen müssen sind Motivation, Geduld und Einfühlungsvermögen. Alte Menschen haben viel erlebt und Sie sollten in der Lage sein, auf jeden Menschen individuell einzugehen.

Sie dürfen niemanden benachteiligen oder ausfallend werden, auch wenn Sie mit dem anderen nicht einer Meinung sind. Auch dürfen Sie niemanden aufgrund von Rasse, Weltanschauung oder anderer Dinge benachteiligen.

Toleranz und starke Nerven sind also auch ein Muss für den Weg zum Betreuer für alte Menschen. Können Sie diese Charaktereigenschaften vereinen und bringen eventuell noch etwas juristische Erfahrung und eine schulische Ausbildung mit – steht ihnen der Betreuung von alten Menschen nichts mehr im Wege.